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Direkte Schmerzen |
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Trigenimusneuralgie |
Der Trigenimusnerv besteht aus drei Ästen: dem
Augennerv (Nervus ophthalmicus), Oberkiefernerv (Nervus maxillaris) Unterkiefernerv (Nervus mandibularis). Diese anfallsartigen, halbseitigen, auf bestimmte Teile des Gesichts begrenzten Schmerzattacken treten oft spontan auf, können aber auch durch äußere Reize (wie kalten Luftzug, Kaubewegungen, Zahn-Erkrankungen ...) ausgelöst werden und dauern in der Regel nur kurz. Diese Schmerzen sind äußerst heftig, viele Patienten beschreiben sie wie Eispickel- stechen. Die Ursache ist/könnte ein Plaques im Kern des 5. Hirnnervs (Nervus Trigenimus) im Hirnstamm sein. |
Nackenbeugeschmerz |
Bei starkem Vorbeugen des Kopfes tritt ein ‚rieselndes' Gefühl entlang der Wirbelsäule auf, das vom Genick über die Schultern und die Wirbelsäule bis zu den Armen und Beinen ziehen kann, manchmal auch ein Schmerz wie bei einem elektrischen Schlag. Ursache könnten Veränderungen des Rücken- marks im Halsbereich sein. |
Missempfindungen |
In den sensibel gestörten Gebieten können als Folge einer Entzündung der Myelinscheiden von sensiblen Nervenbahnen ganz unterschiedliche Empfindungsstörungen auftreten. |
Tonische Hirnstammanfälle |
Hirnstammanfälle bestehen in schmerzhaften Verkrampfungen einer Körperseite, bei denen es isoliert oder in Verbindung mit anderen Schmerzen zunächst zu einer schmerzhaften Verkrampfung der Handmuskeln kommt, die dann von einer ebenfalls schmerzhaften Beugung im Ellenbogen und Hochziehen der Schulter sowie unter Umständen den gleichartigen Beschwerden im Bein derselben Körperhälfte begleitet werden. Die Ursache besteht wie bei anderen Schmerzen durch die Entmarkung fehlgeleiteter Nervenimpulsen im Hirnstamm |
Indirekte Schmerzen |
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Augenschmerzen |
Treten bei einer Sehnerventzündung auf. Ausgeschlossen werden sollten Schmerzen durch erhöhten Augendruck, letzterer muss manchmal notfallmäßig behandelt werden um eine Erblindung zu verhindern. |
Nervenwurzelschmerzen |
Schmerzen im Versorungsgebiet von Nerven- wurzeln, hervorgerufen durch Wirbelsäulen-, Bandscheibenveränderungen müssen von MS-Herden in der Wurzeleintrittszone des Rückenmarks unterschieden werden |
Spastik |
Der Muskeltonus, der sich fast immer verändert und vom Normotonus abweichend. Tonus ist etwas sehr individuelles. Jeder Mensch hat seinen individuellen Normotonus. Gemessen, besser gespürt, ist es die Menge an Widerstand, die einer passiven Bewegung entgegengesetzt wird. Dieser Muskeltonus kann sich bis auf ein Minimum verringern, Hypotonus bis Atonus. Bewegungen und Halten gegen die Schwerkraft und das Verarbeiten des Körpergewichtes ist kaum oder überhaupt nicht möglich. Bei einer Spastik ist der Tonus erhöht, manchmal bis zur ständigen Verkrampfung, dann sind auch die Reflexe gesteigert. Spastik ist bei der MS häufiger als eine Tonuserniedrigung. - Tonus ist der Zustand von variabler Aktivität und /oder der Bereitschaft innerhalb eines Muskels. - Tonus ist anpassungsfähig an eine propriozeptive Kontrolle. - Tonus muss hoch genug sein, um gegen die Schwerkraft arbeiten zu können und um eine dynamische Stabilität zu gewährleisten. - Tonus muss niedrig genug sein, um eine Bewegung zu erlauben und die Mobilität zu gewährleisten. |
Beuge- und Streckspasmen |
Häufig nachts auftretende unwillkürliche, automatische, schmerzhafte Kontraktionen der Beugemuskeln, u.a. der Beine (Beine an den Leib gezogen), wobei willentliches Gegenstrecken nicht möglich ist. |
Blasenstörungen |
Spastische Harnblase - Imperativer Harndrang
Diese Störung beruht auf einer Überaktivität der blasenentleerenden Muskulatur, so das schon geringe Harn- mengen zu einer übermäßigen Aktivität der Blase mit der Folge häufiger Entleerungen kleiner Harnmengen führen. Enleerungsstörungen Die Entleerung der Blase kann behindert, verzögert oder unvollständig sein. Dadurch entstehen Restharnbildungen. Kombinierte Störungen Bei den kombinierten Störungen bestehen neben einer Überaktivität der äußeren Schließmuskulatur der Blase (bei Beckenbodenspastik) ständig unkoordinierte Aktivitäten der eigentlichen Blasenwand- muskulatur, die den Urin aus der Blase durch Zusammenziehen heraustreibt. Somit ergibt sich eine Entleerungsstörung mit sog. Starthemmung sowie zusätzlicher Restharnbildung. Alle drei Blasenentleerungs-Störungen können zu häufigen Harnwegsentzündungen führen. Viele greifen zur Selbstkatheti- risierung, die auch viele Entzüngungen mitsichbringt |
Schluckstörungen |
Die Ursachen von Schluckstörungen sind vielfältig. Auch wenn die Dysphagie meist in Stress-Situationen auftreten sollte. Bei Beschwerden am Beginn des Schluckaktes handelt es sich meist um eine oropharyngeale Dysphagie und kann Schmerzen auslösen |
Darmstörungen:
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Die Betroffenen leiden meistens unter Völlegefühl und einem allgemeinen Unwohlsein. Der Bauch kann angeschwollen sein. Häufig ist der Stuhlgang dann schwierig und oft schmerzhaft. Nicht selten kommt es zu Hämoriden und kleinen Einrissen |
Gestörtes Temperaturempfinden |
Neben dem Berührungsempfinden kann auch der Temperatursinn gestört sein. Dabei werden an verschiedenen Stellen des Körpers die Wärme oder Kälte eines Gegenstandes nicht richtig empfunden oder schmerzhaft erlebt. (Verbrennungen) |
Migräne und Spannungs-Kopfschmerzen |
Sind kein typisches MS-Symptom kommen aber auch bei MS- Kranken vor. |
Intercostalneuralgien |
Das sind Schmerzen entlang der Rippen oder im Brustbereich.. |
Druckgeschwüre |
Dekubitus = Wundliegen - ist die Bezeich- nung für Druckgeschwüre. Sie entstehen - so wie der Name schon sagt - durch eine ständige Druckbelastung der Haut an einer Stelle. Besonders gefährdet sind Kranke mit eingeschränkter oder aufgehobener Beweg- lichkeit. Durch den anhaltenden Druck beim liegenden/sitzenden Kranken auf eine bestimmte Körperregion werden die kleinen Blutgefäße (Kapillare) zusammengedrückt. Die Haut/das Gewebe wird ungenügend durchblutet und dadurch mangelhaft versorgt. Wichtig ist das beginnende Druckgeschwür rechtzeitig zu erkennen. Das erste Stadium des Dekubitus ist eine Rötung eines Haut- bezirkes die auch nach einer Druckentlastung durch Lagewechsel nicht verschwindet. Wird weiterer Schädigung nicht sofort vorgebeugt kommt es zu Blasenbildung oder Hautab- schürfung schließlich zu Gewebszerfall - zu Druckgeschwüren und Schmerzen kommen. |